Verfügbare Analysen

Analysen sind das zentrale Instrument zur Bestimmung des Betriebszustandes einer Komponente Ihres Gebäudes. Dafür verarbeitet eine analyse automatisiert Messwerte einzelner Datenpunkte sowie hinterlegter Attribute und berechnet daraus ein Ergebnis, das den Zustand der Komponente innerhalb der letzten Analyseperiode zusammenfasst. Eine Analyseperiode umfasst in der Regel die vergangenen sieben Tage, in einigen wenigen fällen auch den gesamten vergangenen Monat (z.B. einige Asset Überschichts Analysen). Das berechnete Ergebnis jeder Analyse ist klar und einheitlich strukturiert, damit Sie schnell die wichtigsten Informationen erfassen können. Es enthält immer:

  • Bewertung in Signalfarben: (rot/gelb/grün) zur schnellen Einordnung der Dringlichkeit
  • Interpretation: Kurzer, zusammenfassender Satz des Analyseergebnisses
  • Konkrete Handlungsempfehlungen: Vorschlag an sinvollen Optimierungsmaßnahmen zur Verbesserung des Anlagenbetriebs
  • Kennzahlen: für detaillierte Einblicke

So erkennen Sie auf einen Blick, ob Handlungsbedarf besteht, und können ggf. aus den konkreten Handlungsempfehlungen unmittelbar die nächsten Schritte zur Optimierung des Gebäudebetriebs ableiten.

Abbildung 1: Aktivierte Analysen inklusive Ergebnis

Weitere Informationen zu den Analyseergebnissen finden Sie im Artikel "Analysen & Handlungsempfehlungen" im Help Center.

Verfügbare Analyse Funktionen

Störmeldung

Die Analyse Störmeldung bewertet das Auftreten und die Dauer von Alarmmeldungen einer Komponente. Sie ist besonders hilfreich, um darauf hinzuweisen, wenn Alarmmeldungen übersehen wurden, da sie die Alarme über einen bestimmten Zeitraum zusammenfasst. Darüber hinaus berücksichtigt die Störmeldungs analyse die zuletzt aufgetretene Alarmmeldung, um festzustellen, ob der Fehler behoben wurde. Diese Analyse kann zwar für alle Alarmmeldungen verwendet werden, eignet sich jedoch besonders für kritische Alarme.

CO2-Emissionen

Die Analyse CO₂-Emissionen fasst die CO₂-Emissionen zusammen, die durch den Energieverbrauch verursacht wurden, der im Analysezeitraum von den Zählerkomponenten des Gebäudes erfasst wurde. Dabei werden die CO₂-Emissionen auf die Nettogrundfläche des Gebäudes bezogen und mit den üblichen Emissionen vergleichbarer Gebäudetypen verglichen.

Reglerschwingung

Die Analyse Reglerschwingungs überprüft den Regelkreis auf Schwingungen. Schwingende Prozesswerte sind ein Hinweis auf eine suboptimale Parametrierung oder strukturelle Auslegung des Regelkreises.

Regelsequenz

Die Analyse Reglsequenz ermittelt die Betriebszustände eines Systems und vergleicht diese mit vordefinierten Referenzzuständen. Die Referenzzustände umfassen normale (zulässige) Betriebsarten wie Heizen oder Entfeuchten sowie fehlerhafte (nicht zulässige) Betriebsarten wie gleichzeitiges Heizen und Kühlen.

Taupunktwarnung

Gebäudeautomationssysteme verfügen häufig über Taupunktwarnmeldungen, die auf die Möglichkeit unerwünschter Kondensation in Räumen hinweisen. Ist die Taupunktwarnmeldung während des Analysezeitraums zu irgendeinem Zeitpunkt aktiv, wird eine Empfehlung ausgesprochen, da Kondensation in Räumen schädlich sein kann. Wenn zudem Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit des Raums bekannt sind, berechnet die Taupunktwarnanalyse das Kondensationsrisiko und berücksichtigt dieses in der Bewertung. Die Taupunktwarnanalyse wird für alle Räume empfohlen, die über ein vorhandenes Taupunktsignal oder über Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren verfügen.

Dynamische Regelung

Die Analyse Dynamische Regelung bewertet, ob eine technische Komponente dynamisch geregelt wird. z.B. wird untersucht ob ein Ventilator dynamisch geregelt wird, abhängig vom Betriebszustand, oder ob dieser nur mit einer konstanten Drehzahl betrieben wird. Dies hilft, Regelungsprobleme zu erkennen und stellt sicher, dass Komponenten energieeffizienter betrieben werden.

Betriebszeitanalyse von Aufzügen

Die Betriebszeitanalyse von Aufzügen fasst alle Betriebszustände von Aufzügen zusammen und berechnet die gesamte Betriebszeit sowie die Gesamtverfügbarkeit. Mit dieser Analyse werden alle Aufzüge eines Projekts berücksichtigt. Die Analyse basiert auf den aedifion-Betriebszuständen.

Energieverbrauch

In der Analyse Energieverbrauch werden alle Energieverbräuche zusammengefasst, die die Zählerkomponenten des Gebäudes im Analysezeitraum erfasst haben. Der gesamte Energieverbrauch wird auf die Nettogrundfläche des Gebäudes bezogen und mit dem üblichen Verbrauch vergleichbarer Gebäudetypen verglichen.

Energiekosten

In der Analyse Energiekosten werden alle kosten der Energieverbruäche zusammengefasst, die die Zählerkomponenten des Gebäudes im Analysezeitraum erfasst haben. Die Energiekosten werden auf die Nettogrundfläche des Gebäudes bezogen und mit den üblichen Kosten vergleichbarer Gebäudetypen verglichen.

Energieeffizienz

Die Analyse Energieeffizienz bewertet die Qualität der Energieumwandlung einer BHKW komponennte anhand von Effizienzkennwerten. Sie ist hilfreich, um ineffiziente Betriebszustände zu erkennen. Darüber hinaus liefert sie Informationen darüber, welcher Anlagenteil für die Fehlfunktion verantwortlich ist und welche Maßnahmen zur Behebung des Problems ergriffen werden können.

Filterwartung

Die Filterwartungsanalyse prognostiziert, wann ein Filter aufgrund von Verschmutzung oder des Druckunterschieds über dem Filter gewartet oder ausgetauscht werden muss. Dadurch wird sichergestellt, dass Filter stets optimal funktionieren und bei Bedarf gewartet oder ersetzt werden.

Flexibler Tarif

Die Analyse Flexibler Tarif ermittelt das potenzielle Einsparpotenzial bei den Stromkosten eines flexiblen Stromtarifs im Vergleich zu einem festen Stromtarif. Die Analyse bewertet das Einsparpotenzial auf Grundlage des Stromverbrauchsprofils während des Analysezeitraums. Das Potenzial wird dabei ausschließlich durch einen Tarifwechsel bewertet, ohne Annahmen über die Flexibilität des Verbrauchsprofils zu treffen. Der flexible Stromtarif besteht aus einem statischen und einem dynamischen Anteil. Das Einsparpotenzial ergibt sich aus der Differenz zwischen den tatsächlichen Stromkosten und den Kosten eines flexiblen Tarifs.

Heizleistungsbedarf

Die Analyse Heizleistungsbedarf fasst alle abrechnungsrelevanten Wärmemengenzähler zusammen, um den gesamten Heizwärmebedarf des Gebäudes zu berechnen. Der Algorithmus stellt eine Korrelation zwischen dem Heizwärmebedarf und der Außentemperatur des Gebäudes her. Ziel ist es, ein mathematisches Modell zu erstellen, das den Heizwärmebedarf auf Basis der Außentemperatur abschätzt. Die Grundlastenergie, wie beispielsweise die Warmwasserbereitung, wird separat berechnet. Die Analyse vergleicht den aktuellen Analysezeitraum mit einem Referenzzeitraum, um Energieeinsparungen zu ermitteln.

Wärmepumpeninvestition

Die Wärmepumpen-Investitionsanalyse ist eine Erweiterung der Heizleistungsbedarfsanalyse um eine Wärmepumpensimulation und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Durch Anpassung der Attribute können die Randbedingungen der Berechnung variiert werden, um zu prüfen, ob der Einsatz einer Wärmepumpe für das Heizsystem wirtschaftlich sinnvoll ist. Ein elektrisches Heizelement wird als zusätzlicher Bestandteil des Heizsystems angenommen. Dessen Stromverbrauch wird bei der Berechnung der jährlichen Leistungszahl berücksichtigt. Dabei wird angenommen, dass die elektrische Energie der thermischen Energie entspricht.

Feuchtekonditionierung

Die Analyse Feuchtekonditionierung vergleicht die Luftfeuchtigkeit der Außenluft mit der Luftfeuchtigkeit der Zuluft einer Lüftungsanlage. Daraus werden Zeiten der Befeuchtung und Entfeuchtung identifiziert. Darüber hinaus erkennt die Analyse Zeiträume, in denen eine Feuchtekonditionierung nicht notwendig gewesen wäre, und ermittelt daraus ein Einsparpotential. Zu beachten ist, dass die Analyse keine Feuchterückgewinnung oder Luftrezirkulation berücksichtigt. Für aussagekräftige Ergebnisse sollte die Analyse daher nur für Zeiträume ausgeführt werden, in denen diese Betriebsmodi nicht aktiv sind.

Grenzwertverletzung

Die Analyse Grenzwertverletzung identifiziert und bewertet Grenzwertüberschreitungen von Komponenten-Pins. Es gibt drei Arten von Grenzwerten: obere Grenze, untere Grenze und Toleranzband. Das Toleranzband ist die Kombination aus oberem und unterem Grenzwert. Untere und obere Grenzwerte können entweder über Pins oder Attribute definiert werden. Bei Attributen handelt es sich um feste Werte, während sich Grenzwerte bei Pins während des Analysezeitraums ändern können. Bewertet werden ausschließlich Grenzwertverletzungen, die während der Betriebszeit auftreten.

Taktungen

Die Taktungenanalyse identifiziert übermäßige Start- und Stoppvorgänge, die zu Energieverlusten, Lastspitzen durch erhöhten Energieverbrauch beim Anfahren der Anlage sowie zu einem höheren Verschleiß der Komponente im Vergleich zu einem konstanten Betrieb führen. Darüber hinaus wirkt sich ein häufig wechselnder Betrieb einer Komponente, beispielsweise einer Wärmepumpe, negativ auf folgende Komponenten aus, die dadurch ebenfalls zu häufigem Wechsel gezwungen werden. Niedrige Schaltzyklen werden vom Algorithmus zudem als Hinweis auf eine mögliche Unterversorgung der angrenzenden Systeme interpretiert.

Absenkbetrieb

Die Analyse Absenkbetrieb identifiziert das Vorhandensein eines Teillastbetriebs auf Basis der Temperatur-Sollwerte des betrachteten Systems. Ein Teillastbetrieb bietet die Möglichkeit, Betriebs- und Energiekosten zu senken. Wird kein Teillastbetrieb erkannt oder führt dieser nur zu geringen Änderungen des Temperatur-Sollwerts, wird empfohlen, einen solchen Betriebsmodus zu implementieren. Zudem prüft die Analyse, ob eine Korrelation zwischen der Temperatur und der Außentemperatur besteht, was auf das Vorhandensein einer Heizkurve hinweist. Wird keine Heizkurve erkannt, lautet die Empfehlung, eine solche zu implementieren. Darüber hinaus zeigt ein Vergleich mit einem benutzerdefinierten Zeitplan Zeiträume auf, in denen die Komponente im Teillastbetrieb arbeiten könnte.

Raumluftqualität

Die Analyse Raumluftqualität überprüft und interpretiert die gemessene CO₂-Konzentration in einem Raum und berechnet einen kontinuierlichen Luftqualitätsindex, der von 0 % (geringe Luftqualität) bis 100 % (hohe Luftqualität) reicht. Bei schlechter Luftqualität werden Maßnahmen zur Verbesserung empfohlen. Der Algorithmus erkennt zudem Kalibrierungsfehler in den gemessenen CO₂-Werten und korrigiert diese automatisch. Allgemein wird die menschliche Leistungsfähigkeit durch die Luftqualität beeinflusst, und bei schlechter Luftqualität ist mit einer geringeren Leistungsfähigkeit zu rechnen.

Zeitprogramm

Die Analyse Zeitprogramm dient dem Vergleich der tatsächlich aufgetretenen Ein- und Ausschaltzeiten einer Komponente mit einem hinterlegten Zeitplan. Ziel der Analyse ist es, die Anzahl der Stunden zu ermitteln, in denen die Komponente außerhalb der geplanten Zeiten aktiv ist, sowie das Einsparpotenzial durch die Implementierung eines Zeitplans zu bestimmen. Neben einer einmaligen Überprüfung eignet sich die Analyse auch für eine kontinuierliche Kontrolle, beispielsweise um manuelle Überschreibungen des Betriebszeitplans zu erkennen. Feiertage und benutzerdefinierte Zeitpläne werden in der Analyse berücksichtigt.

Sensorfunktionalität

Die Analyse Sensorfunktionalität nutzt die Zeitreihendaten eines Sensors, um Unregelmäßigkeiten in den Messwerten zu erkennen. Dazu gehören manuelle Überschreibungen von Sensorwerten, konstante Messwerte bei eigentlich erwarteten schwankenden Verläufen sowie Plausibilitätsprüfungen der Werte in Abhängigkeit vom Sensortyp.

Sollwertprüfung

Die Analyse Sollwertprüfung identifiziert und bewertet Abweichungen von Sollwerten gegenüber ihren optimalen Sollwerten. Eine Abweichung liegt vor, sobald sich die Werte ohne Berücksichtigung einer Toleranz unterscheiden. Die optimalen Sollwerte werden über Attribute definiert.

Sollwertabweichung

Die Sollwertabweichungsanalyse identifiziert Sollwerte, die von ihren Prozesswerten nicht erreicht werden. Die Differenz zwischen Sollwert und Istwert wird als Sollwertabweichung bezeichnet. Eine hohe Sollwertabweichung ist ein Symptom, das auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden kann, z. B. eine unzureichende Versorgung des geregelten Systems mit der erforderlichen Temperatur, eine suboptimale Regler-Software oder -Parametrierung oder ein blockiertes Ventil. Die Sollwertabweichungsanalyse enthält Funktionen, die helfen, die Ursache einer hohen Sollwertabweichung einzugrenzen, etwa Abweichungen, die durch vorgelagerte Komponenten verursacht werden. Zudem kann die Analyse ein Einsparpotenzial für die Lüftungsanlage (AHU) abschätzen, wenn der Druck in Zu- oder Abluftkanälen den Sollwert überschreitet.

Sollwertplausibilität

Die Sollwertplausibilitätsanalyse identifiziert unplausible Sollwerte für typische Anwendungen einer Komponente. Dies geschieht, indem Zeiträume erkannt werden, in denen die Sollwerte außerhalb vordefinierter Grenzwerte liegen.

Systemsteuerung

Die Analyse Systemsteuerung erkennt, ob der Betrieb der analysierten Komponenten korrekt synchronisiert ist. Beispielsweise kann die Pumpe eines thermischen Regelkreises laufen, während das 2-Wege-Ventil geschlossen oder nahezu geschlossen ist. Wenn Pumpen bei geschlossenem Ventil weiter betrieben werden, führt dies zu unnötigem Stromverbrauch und erhöhtem Verschleiß der Pumpe aufgrund der zusätzlichen Laufzeit. Eine Ventilöffnung von 5 % oder weniger gilt als geschlossen.

Technische Verfügbarkeit

Die Analyse Technische Verfügbarkeit fasst alle Systemkomponenten eines Projekts zusammen, um die gesamte technische Verfügbarkeit zu bestimmen. Die berechneten KPIs der Analyse beziehen sich auf die Betriebszustände der Systemkomponenten.

Einsparung Temperaturanpassung

Die Analyse Einsparung Temperaturanpassung schätzt das jährliche Einsparpotenzial eines gesamten Gebäudes für Maßnahmen, die die Raumtemperatur beeinflussen. Sie nutzt den Energieverbrauch während des Referenzzeitraums, um den spezifischen Energieverbrauch pro Heizgradtag zu bestimmen. Die Einsparungen werden für ein typisches Jahr auf Basis des Referenzzeitraums berechnet. Darüber hinaus extrapoliert die Analyse das Einsparpotenzial in die Zukunft, indem sie den Referenzzeitraum mit dem Analysezeitraum vergleicht. Die Anpassung wird zwischen der gemessenen oder als Attribut hinterlegten Raumtemperatur und der optimalen Raumtemperatur berechnet, die aus der Außentemperatur abgeleitet wird. Die optimale Temperatur wird entweder vom Benutzer vorgegeben oder automatisch aus den im Projekt definierten Maßnahmen abgeleitet. Derzeit kann zwischen Wärmeenergie, Kälteenergie und elektrischer Energie unterschieden werden.

Rückwärmzahl

Die Analyse Rückwärmzahl bestimmt den thermischen Wirkungsgrad eines Wärmerückgewinnungssystems und vergleicht diesen mit einem Referenzwert. Diese Referenzwerte können aus Branchenstandards oder aus dem Datenblatt der Lüftungsanlage abgeleitet werden. Niedrige Temperaturwirkungsgrade können auf Verschmutzungen oder eine insgesamt geringe Qualität des Wärmerückgewinnungsprozesses hinweisen.

Temperaturspreizung

Die Analyse Temperaturspreizung bewertet die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf- und Rücklaufsensor eines Wärme- oder Kälteverteilungssystems während des Betriebs. Diese Differenz ist proportional zur an den Verbraucher übertragenen Wärmeleistung. Eine geringe Temperaturspreizung weist auf ein Potenzial zur Reduktion des Volumenstroms und damit des Pumpenstromverbrauchs hin, während eine große Spreizung auf eine thermische Unterversorgung der nachgelagerten Systeme und Verbraucher hindeutet.

Thermischer Komfort

Die Analyse Thermischer Komfort quantifiziert den thermischen Komfort eines Raums auf einer Skala von 0 bis 100 %. Zunächst wird die Komforttemperatur des Raums gemäß DIN EN 16798‑1 definiert. Diese Komforttemperatur hängt von der Außentemperatur ab. Anschließend berechnet die Analyse die Abweichung zwischen dieser Komforttemperatur und der tatsächlichen Raumtemperatur. Schließlich wird diese Abweichung in einen prozentualen Wert des thermischen Komforts umgerechnet.

Zähler

Die Zähleranalyse bestimmt die Menge an elektrischer Energie, Gas, Wärme und Wasser, die von Zählern gemessen oder von anderen Komponenten genutzt wird. Wenn keine Zählerdaten verfügbar sind, können andere Datenquellen, wie beispielsweise Leistungswerte, verwendet werden, um den Verbrauch abzuleiten. Bei der Analyse von Wärme- oder Kältezählern werden die Temperaturdifferenz und der Volumenstrom genutzt, um die „virtuelle Wärme“ zu berechnen, die – sofern die erforderlichen Pins vorhanden sind – mit der „gemessenen Wärme“ verglichen wird. Die Zähleranalyse ersetzt physische Zähler und ermöglicht die Nachverfolgung von Energie- und Ressourcenströmen.

Wetterstation

Zwei wichtige Sensoren für die Regelung von RLT-Systemen sind der Außentemperatursensor und der Außenluftfeuchtesensor. Viele Regelungsentscheidungen – etwa, wie viel Wärme oder Feuchtigkeit bereitzustellen ist oder wann zwischen Heiz- und Kühlbetrieb umgeschaltet wird – basieren auf der gemessenen Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit. Diese Sensoren unterliegen im Laufe der Lebensdauer des Gebäudes einem natürlichen Verschleiß. Zudem werden sie häufig durch Sonneneinstrahlung oder Wärmeabstrahlung umliegender Komponenten beeinflusst. Falsch gemessene Außenlufttemperaturen oder -feuchtigkeiten führen direkt zu einer thermischen Über- oder Unterversorgung des Gebäudes oder zu einer falschen Raumluftfeuchtigkeit, was häufig zu geringem Nutzerkomfort und erhöhtem Energieverbrauch führt. Die Wetterstationsanalyse identifiziert Installationsfehler und Messabweichungen des Außentemperatursensors und leitet Optimierungsmaßnahmen für eine präzisere Messung der Außentemperatur ab.

Wellbeing

Die Wellbeing-Analyse fasst den thermischen Komfort und die Raumluftqualität mehrerer oder aller Raumkomponenten eines Projekts zusammen, um das allgemeine Wohlbefinden der Gebäudenutzer zu bewerten. Es handelt sich somit um eine Analyse der Komponente „Gebäude“. Abhängig von den auf Raumebene verfügbaren Sensoren ermittelt die Analyse die bestmögliche Einschätzung des Wohlbefindens und passt ihre Bewertung entsprechend an.